Klimaschutz allgemein

Warum macht ihr keine Projekte in Entwicklungsländern?
Wir möchten dir den besten Weg anbieten CO₂-neutral zu werden. Die Kompensationsprojekte in Entwicklungsländern basieren auf einem Mechanismus, der 2020 abläuft. Im internationalen Klimaabkommen von Paris haben sich alle Staaten — auch Entwicklungsländer — verpflichtet, ab 2020 einen eigenen Klimaschutzplan zu haben. Natürlich ist es gut, anderen Ländern dabei zu helfen, ihren Klimaplan einzuhalten. Hierbei handelt es sich um sinnvolle Entwicklungshilfe. Doch unser Ziel ist es, dich und damit Deutschland CO₂-neutral zu machen. Dafür müssen wir die Emissionen hier bei uns reduzieren.
Wie setzt sich euer Preis zusammen?
Unser Preis setzt sich aus den Kosten für Baumpflanzungen und EU-Emissionsrechte zusammen. Die Höhe unseres Preises spiegelt die hohe Qualität unserer Kompensationsmaßnahme wider. In Deutschland Bäume zu pflanzen, kostet etwa 10-Mal so viel wie in Entwicklungsländern. Dafür haben wir in Deutschland die Sicherheit, dass neuer Wald langfristig erhalten bleibt. Der Preis für Emissionsrechte ist zum Glück stark gestiegen. Er lag jahrelang bei nur 6 € pro Tonne CO₂ und hat der Wirtschaft kaum Anreize gegeben, weniger CO₂ auszustoßen. Mittlerweile kostet eine Tonne fast 30€ (inkl. MwSt.). Doch selbst das ist noch zu niedrig für die Transformation zu einer klimafreundlichen Wirtschaft. Schweden hat beispielsweise einen CO₂-Preis von 114 € pro Tonne und ist damit wahrscheinlich als erste Industrienation im Jahr 2030 klimaneutral. Damit du auch bei zukünftig steigenden Preisen CO₂-neutral zu leben kannst, helfen wir dir, deinen CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Das ist besser fürs Klima und es wird günstiger für dich, den Rest zu kompensieren.
Wie setzt sich euer Preis zusammen?
Den CO₂-Austoß nur zu reduzieren, reicht nicht mehr aus. Die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre ist so stark gestiegen, dass der Klimawandel weitergeht, selbst wenn wir ab heute weltweit CO₂ neutral leben. Darum haben wir uns gefragt, was die effektivste Maßnahme ist, um CO₂ aus der Luft zu holen. Im Gespräch mit Experten wurde deutlich: Trotz neuer, vielversprechender Technologien bleibt die effizienteste und kostengünstigste Maßnahme das Pflanzen von Bäumen.

Klimaschutz mit Bäumen

Warum Aufforsten?
Den CO₂-Austoß nur zu reduzieren, reicht nicht mehr aus. Die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre ist so stark gestiegen, dass der Klimawandel weitergeht, selbst wenn wir ab heute weltweit CO₂ neutral leben. Darum haben wir uns gefragt, was die effektivste Maßnahme ist, um CO₂ aus der Luft zu holen. Im Gespräch mit Experten wurde deutlich: Trotz neuer, vielversprechender Technologien bleibt die effizienteste und kostengünstigste Maßnahme das Pflanzen von Bäumen.
Warum in Deutschland?
Ehrlich gesagt, ist es am kostengünstigsten und wirksamsten für das Klima, Wälder in tropischen Regionen aufzuforsten. Warum forsten wir also nicht dort auf? Um eine positive Klimawirkung zu haben, ist bei Bäumen die Langfristigkeit entscheidend. Frisch gepflanzt nimmt der Baum nur wenig CO₂ aus der Luft. Je größer er wird, desto mehr CO₂ nimmt er aus der Luft. Es nützt dem Klima wenig einen Baum zu pflanzen, wenn er nach ein paar Jahren vertrocknet, einem Waldbrand zum Opfer fällt oder nach politischen Entscheidungen gerodet wird, um das Land in wirtschaftlich attraktiveres Nutzland umzuwandeln.Darum forsten wir in Deutschland auf. In Deutschland sind die Wälder geschützt, zum Beispiel werden Waldbrände schnell gelöscht und illegale Abholzung wird unterbunden. Außerdem können wir so dazu beitragen, dass wir in Zukunft in einem klimaneutralen Land leben.
Wie viele Bäume müssen gepflanzt werden, um eine Tonne CO2 auszugleichen?
Klimarobuste Wälder sind Mischwälder. Deshalb nehmen wir einen Durchschnittswert bei der Berechnung, wie viel CO₂ die gepflanzten Bäume der Luft entziehen. Wir orientieren uns an der Methode des Weltklimarats (IPCC), die auch für die Bundeswaldinventur verwendet wird. Im Durchschnitt haben vier neu gepflanzte Bäume nach 50 Jahren eine Tonne CO₂ aus der Luft genommen. Darum pflanzen wir vier Bäume, um eine Tonne CO₂ auszugleichen. Natürlich wachsen die Bäume auch nach 50 Jahren weiter und nehmen weiter CO₂ aus der Luft.
Mit wem pflanzt ForTomorrow Business die Bäume?
Für die Aufforstung arbeiten wir mit der Schutzgemeinschaft deutscher Wald zusammen. Dieser Naturschutzverband pflanzt bereits seit 60 Jahren Bäume in ganz Deutschland. Die Aufforstung findet auf staatlichen Flächen statt, d. h. der neu gepflanzte Wald gehört der Gesellschaft.
Wieviel Wald kann in Deutschland noch angepflanzt werden?
Laut einer Studie der ETH Zürich können in Deutschland 3,18 Millionen Hektar Wald zusätzlich gepflanzt werden. So viel sollten wir aufforsten, um unseren Anteil für den Klimaschutz zu leisten.

Klimaschutz mit Emissionshandel

Wie kann ich den CO₂-Ausstoß der Wirtschaft reduzieren?
In der EU müssen die Energiewirtschaft, die Industrie und teilweise Fluggesellschaften jährlich für ihren CO₂-Ausstoß Emissionsrechte kaufen. So wie du für die Entsorgung deines Mülls bezahlen musst, müssen die beteiligten Unternehmen für ihren CO₂-Ausstoß bezahlen. Allerdings ist die Menge an Emissionsrechten begrenzt. Die EU hat die Obergrenze so festgelegt, dass der CO₂-Ausstoß im Jahr 2030 40 % unter dem von 1990 liegt. Es gibt also nur eine bestimmte Anzahl an Emissionszertifikaten. Die Emissionen werden jährlich erfasst und vom TÜV überprüft. Für diese Menge müssen dann Emissionsrechte eingereicht werden, ansonsten werden Sanktionen fällig. Wenn wir für dich Emissionsrechte kaufen, nimmst du einer Industrieanlage das Recht weg CO₂ auszustoßen. Die Anlage muss umrüsten, sodass sie weniger CO₂ verursacht oder abschalten. Das Ergebnis: In der EU wird insgesamt weniger CO₂ ausgestoßen.
Wenn ich den Kohlekraftwerken Emissionsrechte weg kaufe, wird dann weniger Strom produziert?
Nein, die Verknappung der Emissionsrechte verändert nicht wieviel Strom produziert wird, sondern wie. Der Grund: Der Preis dieser Emissionszertifikate steigt, wenn weniger auf dem Markt verfügbar sind. Dieses Preissignal hat kurzfristig zur Folge, dass Strom mit geringerem CO₂-Ausstoß produziert wird, z. B. in effizienten Gaskraftwerken. Langfristig bewirkt es einen verstärkten Bau von Anlagen, die bei der Stromproduktion überhaupt kein CO₂ emittieren z. B. Windkraft.
Wer erhält das Geld vom Kauf der Emissionsrechte?
Die deutsche Regierung versteigert die Emissionsrechte an der Energiebörse EEX. Das eingenommene Geld fließt in den Energie- und Klimafond und wird darüber in den Klimaschutz investiert, in 2018 beispielsweise über 1 Milliarde Euro in das CO₂-Gebäudesanierungsprogramm und in die Weiterentwicklung der Elektromobilität.
Was ist mit der Marktstabilitätsreserve, bringt das Löschen von Emissionsrechten überhaupt etwas?
Die Marktstabilitätsreserve im EU-Emissionshandelssystem wurde eingeführt, um den Preisverfall auf dem CO₂-Markt aufzuhalten. Durch Ereignisse in der Vergangenheit ist nämlich ein hoher Überschuss an Emissionsrechten entstanden:

- Den Industrieunternehmen und Anlagenbetreibern wurden gemessen am Bedarf zu viele Emissionsrechte bereitgestellt. Nicht benötigte Emissionsrechte können von einem Jahr ins nächste Jahr mitgenommen werden.
- Im Zuge der Wirtschaftskrise 2008/2009 sanken die Emissionen der Industrie stärker als vorhergesehen aufgrund der geringeren Produktion.
Anlagen durften einen Teil ihrer Emissionen durch Emissionsreduktionen in Entwicklungsländern ausgleichen.

Da hierdurch sehr viele Emissionsrechte aufgespart wurden, hat die EU beschlossen, weniger zu versteigern und den nicht versteigerten Teil in eine Marktstabilitätsreserve zu überführen. Die EU erfasst nicht nur, wie viele Emissionsrechte im Markt sind, sondern auch wie viele für tatsächliche CO₂-Emissionen eingesetzt bzw. einfach gelöscht wurden. Anhand der Anzahl der verfügbaren Emissionsrechte berechnet die EU, wie viele Emissionsrechte versteigert werden und wie viele in die Marktstabilitätsreserve kommen.

Ab 2023 werden überschüssige Mengen aus der Marktstabilitätsreserve gelöscht. Wenn man nun selbst Emissionsrechte löscht, führt das unter Umständen dazu, dass die EU weniger löscht. Um das zu verhindern, werden wir die Emissionsrechte zunächst nur auf unserem Konto halten. Sie stehen dem Markt nicht mehr zur Verfügung, da wir sie nicht wieder verkaufen. Doch sie werden von der EU trotzdem als verfügbare Überschussmengen gerechnet und führen dazu, dass die EU sogar noch mehr Emissionsrechte löschen wird. Wir löschen die Emissionsrechte erst, wenn die EU nicht mehr löscht. Dies ist der Fall, wenn keine Emissionsrechte mehr in die Marktstabilitätsreserve überführt werden. Nach den derzeit geltenden Regeln ist das der Fall, wenn der Überschuss an Emissionsrechten unter 833 mio fällt.

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Wir erklären Ihnen, wie Sie mit Ihrem Klima-Abo noch heute  gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern
klimaneutral leben können.